Sep 2011

Übung zusammen mit Löschzug Rapen

OER-ERKENSCHWICK..

Als die Einsatzkräfte im Gewerbegebiet Winkelfeld eintreffen, steht die Halle schon in Flammen. Zur Unterstützung alarmiert der Löschzug Rapen auch den Löschzug Horneburg. Mit 45 Feuerwehrleuten ist die Lage schnell unter Kontrolle. Sehr schnell sogar. Denn es ist nur eine Übung.

Bei dem Brandobjekt handelt es sich um die Produktion und Fertigung der Firma Fleck GmbH (Dachzubehör), die ihren Hauptsitz passender Weise in Datteln hat. Aus unbekannten Gründen ist es zu einem Brand im Lager der rückwärtigen Halle gekommen. Löschzugführer Markus Bergmann sondiert als Einsatzleiter die Lage und gibt die ersten Instruktionen. Der Löschzug Horneburg nähert sich dem Feuer von der rechten Seite. Die Dattelner bauen eine eigene Wasserversorgung auf, schicken mehrere Atemschutztrupps in die Halle, um das Feuer direkt zu bekämpfen. Über die linke Seite rücken die Rapener an.

Mit einem so genannten Hydroschild wird eine etwa 20 Meter breite Wasserwand gebildet, die unter anderem die umherfliegenden Partikel binden soll. Ein paar Meter davon entfernt wird der Wasserwerfer in Postion gebracht, der auf das Dach gehalten wird. Klaus Krause, der ehemalige Kreisbrandmeister aus Rapen, notiert sich alles und zieht nach 40 Minuten eine positive Bilanz.

„Was wir bereits vermutet haben, steht jetzt fest. Bei diesen Wassermassen würde ein Hydrant nicht ausreichen. Wir müssten noch einen Zweiten benutzen“, betont Krause, der noch eine Verbesserung in Sachen Kommunikation sieht. Die Abschnittsleiter hätten mehr miteinander gesprochen, als mit dem Einsatzleiter. „Wie wichtig so eine Übung ist, sieht man auch an den Westen“, betont Feuerwehr-Pressesprecher Michael Wolters. Denn während die Kollegen aus Datteln blaue Westen für ihre Gruppen-und Fahrzeugführer verwenden, ist diese Farbe in Oer-Erkenschwick für den Rettungsdienst bestimmt.

Das letzte große Feuer, das beide Löschzüge gemeinsam bekämpften, liegt mehr als zehn Jahre zurück. Damals brannte ein Haus in der Straße „Im Bollwerk.“ Der Löschzug Horneburg wird übrigens nur bei Bedarf nachalarmiert, kommt also nicht automatisch, wenn zum Beispiel bei Westfleisch oder im AWO-Seniorenzentrum die Brandmeldeanlage anspringt.

Auszug aus der Stimberg Zeitung von Michael Paternoga.